Börse und Märkte 2025/2026

2025 – Politische Turbulenzen und robuste Finanzmärkte
2026 – Vorsichtiger Optimismus trotz anhaltender Herausforderungen

 

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

gerne nehmen wir den Jahreswechsel zum Anlass, um Ihnen zu den Kapitalmärkten einen kurzen Jahresrückblick und einen Ausblick auf das Jahr 2026 zu geben.

Rückblick 2025

Im Jahr 2025 führten zahlreiche Ereignisse zu Schwankungen an den Börsen. Überraschenderweise konnte die  Weltwirtschaft die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump ohne größere Blessuren überstehen. In der zweiten Jahreshälfte zeigten sich die Kapitalmärkte insgesamt von ihrer positiven Seite. Zu den wichtigsten Treibern zählten die divergierende konjunkturelle Entwicklung der großen Volkswirtschaften der Welt, der anhaltende globale Megatrend Künstliche Intelligenz (KI) sowie die  unterschiedlichen Zinspfade der internationalen Notenbanken. Geopolitische Unsicherheitsfaktoren blieben zwar bestehen, hatten jedoch aufgrund von Gewöhnungseffekten nur noch einen begrenzten Einfluss auf die Entwicklung der Kapitalmärkte.

Wichtige Börsenindizes legten deutlich zu und erreichten neue Höchststände. Der EURO STOXX 50 verzeichnete ein Plus von 18,94 Prozent, der Deutsche Aktienindex (DAX) erreichte ein Plus von 23,01 Prozent und der weltweite MSCI in Euro stieg um 5,51 Prozent.

Die weltwirtschaftliche Entwicklung weist für das zurückliegende Jahr insgesamt eine robuste Wachstumsrate von gut drei Prozent aus, während in Deutschland die Wirtschaft schwächelte und mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent kaum zulegte.

Entwicklung unterschiedlicher Anlageklassen 2025

Darstellung der Entwicklung der Aktienindizes vom Jahresende 2024 bis zum Jahresende 2025: Der Deutsche Aktienindex DAX ist von 19.909,14 auf 24.490,41 Punkte geklettert. Der EURO STOXX 50 ist von 4.869,28 auf 5.791,41 Punkte und der MSCI World in Euro von 3.577,97 auf 3.775,04 Punkte gestiegen.
Darstellung der Rendite des 10-jährigen Bundesanleihen vom Jahresende 2024 bis zum Jahresende 2025: Die Rendite ist von 2,37 Prozent auf 2,86 Prozent gewachsen.
Der Euro-US-Dollar Wechselkurs stand zum Jahresende 2024 bei 1,04 und zum Jahresende 2025 bei 1,17.
Der Preis für das Rohöl der Sorte Brent Crude je Barrel stand zum Jahresende 2024 bei 74,38 US-Dollar und zum Jahresende 2025 bei 61,69 US-Dollar.

Historische Wertentwicklungen lassen keine Rückschlüsse auf eine ähnliche Entwicklung in der Zukunft zu.

Ausblick 2026

Trotz wirtschaftlicher, finanzieller und (geo-)politischer Risiken überwiegt beim Blick auf das kommende Jahr die Zuversicht. In den USA lassen Steuersenkungen, in Europa höhere Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur auf eine konjunkturelle Belebung hoffen.

Die Preisentwicklung könnte nach einer vorübergehenden Senkung wieder anziehen. Die fiskalischen Impulse in Deutschland dürften die Konjunktur beflügeln und könnten in einigen Bereichen zu steigenden Preisen führen. Dennoch wird erwartet, dass das derzeit neutrale Leitzinsniveau der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin Bestand hat. Vor dem Hintergrund einer sich belebenden konjunkturellen Dynamik könnten die Anleiherenditen im Verlauf des Jahres 2026 jedoch spürbar zulegen. In den USA steht die Federal Reserve (Fed) vor der Herausforderung, eine geldpolitische Balance zu wahren, wobei eine schrittweise Fortsetzung des Zinssenkungskurses als wahrscheinlich gilt.

Die Voraussetzungen für ein gutes Aktienjahr 2026 sind vielversprechend. Die fiskalischen Anreize und die stabilisierte handelspolitische Lage schaffen günstige Rahmenbedingungen für ein solidesglobales Wirtschaftswachstum und könnten den Märkten weiteren Auftrieb geben. Neben den erwarteten Kurszuwächsen aufseiten der großen Technologieunternehmen dürften auch Firmen profitieren, die in der KI-Infrastruktur tätig sind. Zu den weiteren Hoffnungsträgern zählen die Versorger sowie die Energie- und Rüstungsbranche. Eskalierende Handels- und Zollkonflikte können jedoch unverändert zu einer erhöhten Volatilität an den Anleihe- und Aktienmärkten führen.

Insgesamt sehen wir bei den aktuellen politischen und ökonomischen Spannungsfeldern eine ausgewogene Vermögensstreuung als Lösung für einen langfristigen Anlageerfolg.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bankverein Werther

 

Aktuelle Hinweise

Bestandslose Depots

Wir sind verpflichtet, Ihnen auch bei bestandslosen Depots einen Auszug zuzuschicken. Depotkonten, die zum 31. Dezember 2025 keinen Bestand aufwiesen und im laufenden Jahr 2026 umsatzlos bleiben, lösen wir zum Ende des Jahres 2026 auf, um Ihnen entsprechende Kosten zu ersparen.